Apostel Wosnitzka in Eisenach

Gleich zu Beginn des neuen Jahres besuchte unser Apostel die Gemeinde. Noch vom Gottesdiensterleben erfüllt, das er mit dem Stammapostel am Sonntag zuvor in Hannover haben konnte, legte er dasselbe Bibelwort, Lukas 12, 36.37, zugrunde.

„Und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen.“

Nach dem Verlesen des Bibelwortes sang der Chor: „Ich glaube fest, dass alles anders wird, wenn uns die Liebe immer weiter führt, ich glaube fest, an eine neue Sicht, wenn bald im klaren Licht ein hoffnungsvoller Tag anbricht. Ich glaube fest, dass Gott die Liebe ist und dass er an der Liebe alles misst, ich glaube fest, das Ziel ist nicht mehr weit, ich hoffe auf die Zeit voll Frieden und Gerechtigkeit. Ich glaube fest. Ein neues Lied stimmt an, ein Liebeslied, das jeder singen kann. Ich glaube fest, das Ziel ist nicht mehr weit, ich hoffe auf die Zeit voll Frieden und Gerechtigkeit.“ (CB 332)

Der Apostel ging zunächst auf den Text des Liedes ein. Danach erinnerte er an das Motto unseres Stammapostels für das Jahr 2015 „Freude in Christus“. Woraus besteht die Freude in Christus? Der Stammapostel hat dazu vier Punkte genannt:

  • Wir freuen uns über das Heil durch Christus.
  • Wir freuen uns in der Gemeinschaft der Christen.
  • Wir freuen uns am Dienen nach dem Vorbild des Herrn.
  • Wir freuen uns im Alltag über empfangene Gaben und Kräfte.

Es wird in der Gemeinde schön, wenn sich ein jeder mit seinen Gaben und Kräften einbringt, die er bekommen hat. Unser Apostel sieht sich selbst als Diener der Gemeinden. Wir stehen alle in diesem Dienst. Wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, darf nicht einer dem anderen etwas aufzwingen wollen, sondern möge ihm mit Toleranz begegnen.

Zwischendurch erfreuten die Kinder mit Gesang und ihren Instrumenten mit dem Lied „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ und unsere Solisten Luisa, Stefanie und Martin mit „Großer Gott“, Übersetzung vom Originaltext „Father God“.

Ein Höhepunkt des Festgottesdienstes war die Inruhesetzung unseres Evangelisten Bernd Nietzschmann, der 43 Jahre der Gemeinde Eisenach in mehreren Amtsstufen, davon 20 Jahre als Priester, 12 weitere Jahre als Evangelist und davon 9 Jahre als Gemeindevorsteher diente. Er hatte immer ein Herz für alle, war bescheiden und trat nie in den Vordergrund – war aber immer da, wenn er angesprochen wurde.

Der Chor leitete die Handlung mit dem Chorlied Nr. 178 ein, das extra dafür eingeübt worden war:

„Herr, weil mich festhält deine starke Hand, vertrau ich still. Weil du voll Liebe dich zu mir gewandt, vertrau ich still. Du machst mich stark, du gibst mir frohen Mut, ich preise dich, dein Wille, Herr, ist gut. Herr, weil ich weiß, dass du mein Retter bist, vertrau ich still. Weil du für mich als Lamm gestorben bist, vertrau ich still. Weil ich durch dich dem Tod entrissen ward, präg tief in mich, Herr, deine Lammesart. Ist auch die Zukunft meinem Blick verhüllt, vertrau ich still. Seitdem ich weiß, dass sich dein Plan erfüllt, vertrau ich still. Seh ich nicht mehr als nur den nächsten Schritt, mir ist’s genug! Mein Herr geht selber mit.“

Der Apostel gab unserem Evangelisten besonders die letzten Worte dieses gesungenen Liedes mit auf den Weg.

Mit Gebet und Segen ging der Gottesdienst zu Ende.

W. R.